Becher aus Holzabfällen und rezykliertem Kunststoff

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20 Prozent weniger Plastik

Bisher hat der Automatenhersteller Leomat AG aus Tübach seine Getränkeautomaten mit Einwegbechern aus konventionellem Plastik bestückt. Nun stellt der Automatenhersteller auf Becher um, die aus Holzabfällen und rezykliertem Kunststoff bestehen. Damit will das Ostschweizer Unternehmen ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit setzen.

Die von der in Altstätten ansässigen SwissPrimePack AG neu entwickelten «GreenCups» bestehen aus einem Bio-Compound aus rezykliertem Polystyrol und eingearbeiteten Holzabfällen ausschliesslich aus nachhaltiger Waldwirtschaft. Damit reduziert sich der Anteil des Kunststoffes um bis zu 20 Prozent.

Ökobilanz-Studien, die von verschiedenen unabhängigen Instituten durchgeführt wurden, haben der Bechervariante aus dieser Werkstoffkombination das umweltfreundlichste Ergebnis bescheinigt. Das Gewicht, die Dicke und die mechanischen Eigenschaften inklusive Geruchsneutralität sind vergleichbar mit Plastik. Auffälligste Merkmale der sogenannten GreenCups sind eine spezielle, angenehme Haptik und der farbliche «Öko-Touch».

Ab August 2019 stellt Leomat komplett auf die neuen GreenCups um und ersetzt damit laufend die bisherigen Becher in den Automaten seiner Kunden. Die GreenCups sind in der Herstellung zwar etwas teurer als die herkömmlichen Plastikbecher. «Wir werden sie unseren Kunden aber zum selben Preis abgeben», versichert Daniel Büchel, Geschäftsführer von Leomat.

Eine Ressourcen schonende Produktion und nachhaltige Prozessabläufe haben bei Leomat Tradition. Als Alternative zu den Bechern aus Plastik bietet das Unternehmen seit Jahren auch welche aus kompostierbarem Karton an. Zudem nimmt Leomat die gebrauchten Plastik- und Kartonbecher, leeren PET-Flaschen sowie Aluminiumabfälle wieder zurück und führt sie dem Recycling zu. Als Sammelbehälter und für den Rücktransport dienen jeweils dieselben Verpackungen, in denen die Ware angeliefert wurde. «Und natürlich werden wir auch die gebrauchten GreenCups zurücknehmen und recyceln», sagt Daniel Büchel.

Ebenfalls seit Längerem gibt es bei den Getränkeautomaten von Leomat keine Rührstäbchen aus Plastik mehr, sondern aus Holz. Auch die Kaffee-Gebinde, welche Leomat auf Paletten von der Rösterei erhält und in Verkaufseinheiten sortiert an die Kunden ausliefert, werden seit 2017 für den Transport statt in Plastik verschweisst in Mehrwegbehältern transportiert. Darüber hinaus stellt das Tübacher Unternehmen seit 2012 via Photovoltaikanlage seinen eigenen Strom her.